7 Raven Room

Seven ravens remember

487 Lektionen · 69 Kapitel · 47 Artikel · 968 gelöste Aufgaben

Mathematik130

Zahlen und Algebra

Geometrie und Trigonometrie

Analysis

  • Warum aus der Nähe alles gerade aussiehtL2 · 6

    Fünf Werkzeuge, ein Gedanke: Vergrößerst du eine glatte Kurve stark genug, ist sie von einer Geraden nicht zu unterscheiden. Genau diese Tatsache misst die Ableitung. Die Taylorreihe denkt sie weiter. Der Gradient wendet sie in mehr als einer Richtung an. Der Weg beginnt mit dem Winkelmaß, das die Rechnungen glatt aufgehen lässt, und endet an einem Hang, an dem der steilste Anstieg jede Richtung übertrifft, die du tatsächlich gemessen hast.

    1. 01Bogenmaß
    2. 02Grenzwerte
    3. 03Die Ableitung
    4. 04Riemann-Summen-Explorer
    5. 05Taylorreihen
    6. 06Mehr als eine Richtung
  • Differenzieren: Wie Änderungsraten ineinandergreifenL2 · 5

    Eine Ableitung ist eine Änderungsrate. Jede Ableitungsregel zeigt, wie solche Raten zusammenwirken: im Produkt, wenn eine Funktion in einer anderen steckt, oder in einer Gleichung, die niemand nach y aufgelöst hat. Die letzten beiden Seiten wenden diese Regeln auf die Fragen an, die dir im Kurs tatsächlich begegnen: Wie schnell ändert sich etwas in einem einzigen Augenblick? Und welche Wahl ist die beste?

    1. 01Produktregel
    2. 02Kettenregel
    3. 03Implizites Differenzieren
    4. 04Gekoppelte Raten
    5. 05Optimierung
  • Was f′ und f″ über einen Graphen verratenL3 · 2

    Am Vorzeichen von f′ erkennst du, wo ein Graph steigt und fällt, an dem von f″ seine Krümmung. Mathematisch abgesichert werden solche Folgerungen erst durch den Mittelwertsatz. Mit ihm beginnt dieses Kapitel, bevor du dir die Kriterien der ersten und zweiten Ableitung erarbeitest und lernst, f direkt aus dem Graphen von f′ abzulesen.

    1. 01Mittelwertsatz
    2. 02Kriterium der ersten Ableitung
  • Unendliche Reihen und KonvergenzL3 · 3

    Eine unendliche Summe ist der Grenzwert endlicher Summen. Dieser Wert hängt von Dingen ab, die bei endlichen Summen keine Rolle spielen: der Reihenfolge der Glieder und der Position der nächsten Singularität. Das gilt selbst dann, wenn diese abseits der reellen Achse liegt.

    1. 01Reihenkonvergenz
    2. 02Riemannsche Umordnung
    3. 03Konvergenzradius
  • Drei numerische Verfahren und wo sie an ihre Grenzen stoßenL3 · 3

    Das Newton-Verfahren, die Simpsonregel und das Euler-Verfahren werden alle vom selben Motor angetrieben: In einem hinreichend kleinen Intervall betrachtest du die Kurve als Gerade. Jedes besitzt folglich ein Versagen, das kein Programmfehler ist. Welches Versagen gehört zu welcher Methode? Genau das ist das nützliche Wissen. Hier übergibt jeder Schritt dem nächsten einen benannten Fehler und die Rate, mit der dieser schrumpft.

    1. 01Newton-Verfahren
    2. 02Numerische Integration
    3. 03Euler-Verfahren
  • IntegrationstechnikenL3 · 7

    Ableiten ist ein Verfahren, Integrieren eine Suche. Die Trainer in diesem Kapitel bewerten eine Antwort deshalb auf genau eine Art: leite sie ab und vergleiche sie mit dem Integranden. Substitution und partielle Integration sind schlicht die Ketten- und Produktregel rückwärts. Die Partialbruchzerlegung deckt die einzige große Funktionsfamilie ab, in der immer eine elementare Lösung existiert. Die letzte Seite beweist, dass für e⁻ˣ² gar keine existiert.

    1. 01Stammfunktionen
    2. 02Substitution
    3. 03Partielle Integration
    4. 04Partialbruchzerlegung
    5. 05Trigonometrische Integrale
    6. 06Ein Verfahren wählen
    7. 07Überhaupt keine Formel
  • Anwendungen der IntegralrechnungL3 · 8

    Ein Integral summiert auf: Fläche, Wegstrecke, Volumen. Dieses Kapitel beginnt mit dem Satz, der dieses Aufsummieren an die momentane Änderungsrate knüpft. Von dort aus erschließt du dir Flächen zwischen Kurven, Bewegungsabläufe und Volumina, die du über Querschnitte bestimmst.

    1. 01Der Hauptsatz
    2. 02Fläche zwischen Kurven
    3. 03Akkumulation und Bewegung
    4. 04Volumen durch Querschnitte
    5. 05Die Zylindermethode
    6. 06Zwei Körper kombinieren
    7. 07Doppelintegrale
    8. 08Doppelintegrale in Polarform
  • Differentialgleichungen: Von Steigungen zu PolenL3 · 3

    Eine Differentialgleichung beschreibt, wie schnell sich etwas ändert, nie den Zustand selbst. Das Richtungsfeld zeichnet genau diese Aussage und zeigt eine ganze Schar von Lösungen, genau eine durch jeden Anfangspunkt. Die Exponentialfunktion ist jene Schar, die du in einer einzigen Zeile löst. Die Laplace-Transformation wiederum verwandelt ihre Rate in einen Punkt in der s-Ebene, an dem sich der Ausgang ganz ohne Lösen ablesen lässt.

    1. 01Richtungsfelder
    2. 02Exponentielles Wachstum und Zerfall
    3. 03Laplace-Transformationspaare

Lineare Algebra und Daten

  • Eine Gerade an Daten anpassenL3 · 7

    Sieben Werkzeuge, die ein Bild aus verstreuten Punkten in eine Zahl verwandeln, die du verteidigen kannst. Danach fragen wir, wie man diese Zahl findet und wie viel Vertrauen sie verdient. Was passiert, wenn dir niemand die richtige Antwort verrät? Am Ende klären wir, wie man eine Vorhersage bewertet, die immer nur eine Wahrscheinlichkeit war. Der Weg dorthin führt über die Geometrie und nicht die Statistik. Denn erst die Geometrie macht die Statistik ehrlich.

    1. 01Vektoren
    2. 02Geometrie der kleinsten Quadrate
    3. 03Lineare Regression
    4. 04Gradientenabstieg
    5. 05Überanpassung
    6. 06k-Means
    7. 07Kalibrierung
  • Matrizen, die Dinge bewegenL3 · 4

    Eine Frage, viermal mit immer weniger Anhaltspunkten gestellt: Was macht diese Matrix eigentlich mit dem Raum? Die Spalten verraten es dir unmittelbar. Die Eigenvektoren beantworten sie für die Richtungen, die erhalten bleiben. Gibt es keine, liefert die SVD die Antwort. Die PCA wendet dieselbe Maschinerie auf eine Wolke von Messwerten an.

    1. 01Matrixtransformationen
    2. 02Eigenvektoren
    3. 03Singulärwertzerlegung
    4. 04Hauptkomponenten

Beweisen, Abzählen, Spiele

  • Wenn zwei Dinge auf demselben Wert landenL2 · 3

    Das Geburtstagsproblem wirkt wie ein Partytrick, ist aber in Wahrheit das Standardwerkzeug zur Analyse von Kollisionen. Im zweiten Schritt begegnen Informatiker ihm erneut, unter einem anderen Namen.

    1. 01Modulare-Arithmetik-Uhr
    2. 02Geburtstagsparadoxon
    3. 03Hash-Tabellen
  • BeweismethodenL2 · 4

    Ein Beweis ist eine Begründung, die jeden Fall abdeckt, auch jene, die nie jemand überprüfen wird. Diese Seiten erarbeiten eine solche Begründung auf vier Wegen: durch vollständige Induktion, durch das Verteilen in Schubladen, durch eine Größe, die kein Zug verändern kann, und durch Paarbildung. Die erste Methode beginnt mit einer Formel, die 40-mal in Folge eine Primzahl liefert und dann 41 × 41 ergibt.

    1. 01Vollständige Induktion
    2. 02Das Schubfachprinzip
    3. 03Invarianten
    4. 04Der Pentagonalzahlsatz
  • Die beste Antwort und was passiert, wenn niemand sie berechnetL3 · 4

    Vier Spiele und eine Operation: Finde den Spielzug, der die passende Antwort auf alles liefert, was dein Gegenüber tun könnte. Im ersten Spiel entscheidet er ganz allein. Im zweiten musst du eine ganze Matrix absuchen, um ihn zu finden, und im dritten hat er seinen Preis. Im vierten berechnet ihn absolut niemand, und die Population findet die Antwort trotzdem.

    1. 01Gefangenendilemma
    2. 02Nash-Gleichgewicht
    3. 03Tragik der Allmende
    4. 04Evolution der Kooperation

Statistik & Finanzen66

Daten und schließende Statistik

  • Statistik: Von Daten zu AnteilenL2 · 4

    AP Statistics beginnt mit der Darstellung einzelner Variablen und widmet der Inferenz für Anteile den größten Raum. Dieses Kapitel folgt genau dieser Stufenfolge: wie du einen Datensatz zeichnest, wie du ihn beschreibst und wie aus einem Stichprobenanteil schließlich ein Konfidenzintervall und ein Signifikanztest werden. Das Normalverteilungsmodell und die zugrunde liegenden Stichprobenverteilungen haben ihr eigenes Kapitel: Von Häufigkeiten zu Kurven.

    1. 01Daten darstellen
    2. 02Verteilungen beschreiben
    3. 03Ein Anteil
    4. 04Zwei Anteile
  • Von Zählwerten zu KurvenL2 · 6

    Sechs Werkzeuge und eine Verteilung. Alles hier ist die Binomialverteilung in einem anderen Grenzfall, oder die Binomialverteilung rückwärts betrachtet: Zähle die Erfolge, lass die Anzahl groß werden und beobachte, wie eine Glockenkurve entsteht, die niemand dort platziert hat.

    1. 01Binomialverteilung
    2. 02Poisson-Verteilung
    3. 03Normalverteilung
    4. 04Zentraler Grenzwertsatz
    5. 05z-Wert
    6. 06Konfidenzintervall
  • Wann ist ein Unterschied echt?L2 · 4

    Vier Werkzeuge stellen eine Frage mit zunehmend weniger Ausgangsmaterial: zwei Gruppen, dann beliebig viele, schließlich Anzahlen ganz ohne Mittelwert. Das letzte Werkzeug stellt sie, bevor die Daten überhaupt vorliegen.

    1. 01t-Test
    2. 02ANOVA
    3. 03Chi-Quadrat
    4. 04Stichprobenumfang
  • Prioren und woher sie kommenL2 · 3

    Die Rechnung im Satz von Bayes stellt niemand infrage. Man stört sich am Prior: woher diese erste Zahl stammt und wer sie festgelegt hat. Diese drei Werkzeuge greifen genau diese Frage auf, geordnet nach Schwierigkeitsgrad: ein Prior, den du nachschlagen kannst, ein Prior, den dir der Aufbau liefert, und ein Prior, den niemand hat.

    1. 01Satz von Bayes
    2. 02Bayes' Billard
    3. 03Biosignaturen
  • Was p < 0,05 nicht versprichtL2 · 4

    Ein p-Wert beantwortet genau eine Frage zu einem einzigen geplanten Test. In echten Studien laufen eher zwanzig Tests auf einmal, man schaut schon während der Messung in die Daten und berichtet am Ende vor allem die signifikanten Treffer. Doch jeder einzelne dieser Schritte verändert, was p < 0,05 eigentlich wert ist. Hier nimmt sich jede Seite ein scheinbar harmloses Vorgehen vor und rechnet dir exakt vor, was es kostet.

    1. 01Multiple Vergleiche
    2. 02Optionales Stoppen
    3. 03Der Fluch des Gewinners
    4. 04Falsche Befunde

Entscheidung und Risiko

  • Entscheiden nach dem, was du siehstL1 · 2

    Zwei Entscheidungssituationen, in denen die naheliegende Strategie schlechter abschneidet. Beim Türenspiel bekommst du eine neue Information und musst einschätzen, was sie wert ist. Das hängt davon ab, nach welcher Regel der Moderator handelt, und lässt sich am sichtbaren Ergebnis allein nicht erkennen. Die Bewerber lernst du dagegen nach und nach kennen. Jede Absage ist endgültig, und du musst entscheiden, wann du aufhörst zu suchen.

    1. 01Monty Hall
    2. 02Die 37-Prozent-Regel
  • Faire Spiele, die dich ruinierenL2 · 4

    Der Erwartungswert sagt etwas über den Durchschnitt sehr vieler Spieler aus. Du bist einer dieser Spieler und hast dein eigenes Spielkapital. Selbst ein faires Spiel oder eines zu deinen Gunsten kann fast alle Spieler ruinieren. Auf jeder Seite erscheint der Durchschnitt als blasse gestrichelte Linie. Du kannst verfolgen, wie es den einzelnen Spielern ergeht, aus deren Ergebnissen er sich zusammensetzt.

    1. 01Ruin des Spielers
    2. 02Das Verdopplungssystem
    3. 03Das Sankt-Petersburg-Paradoxon
    4. 04Das Kelly-Kriterium

Geld und Geldanlage

Physik104

Mechanik

  • Energie statt KräfteL2 · 3

    Zwei Werkzeuge und eine Abkürzung: Wenn es dir nur um Geschwindigkeiten und Höhen geht, kannst du die Kräfte komplett ignorieren und der Energie die Buchführung überlassen.

    1. 01Freier Fall
    2. 02Achterbahn
    3. 03Impuls & Stoßgesetze Labor
  • Newtons Gesetze: Wie viel Haftung eine Bewegung verlangtL2 · 3

    Jede Mechanikaufgabe mit einer Kontaktfläche muss vor aller Rechnerei eine Frage klären: Wie viel Reibung verlangt diese Bewegung, und kann der Kontakt sie aufbringen? Ein Klotz auf einem Brett antwortet mit tan θ gegen μ. Beim Auto in der überhöhten Kurve kommt die Kurvenfahrt hinzu; dort wechselt die nötige Reibung mit dem Tempo ihre Richtung. Rollt eine Kugel die Rampe hinab, kommt die Drehung ins Spiel – und der Ring, der am meisten Haftung verlangt, rutscht als Erster.

    1. 01Newtons zweites Gesetz
    2. 02Überhöhte Kurven
    3. 03Rollen die Rampe hinab
  • Einfache Maschinen: Kraft gegen Weg tauschenL2 · 6

    Fünf Maschinen und ein Tausch. Keine von ihnen erzeugt Energie, aber jede lässt dir die Wahl, wie du sie einsetzt: weniger Kraft auf einem längeren Weg oder umgekehrt. Jeder Schritt reicht einen bestimmten Teil dieses Tausches an den nächsten weiter. Am Ende wirst du jede Maschine verstehen, indem du ihr zwei Fragen stellst.

    1. 01Hebelarten
    2. 02Wellenrad
    3. 03Flaschenzüge
    4. 04Schiefe Ebene, Schraube und Keil
    5. 05Zahnradgetriebe
    6. 06Schraubengewinde
  • WurfbewegungenL2 · 3

    Drei Werkzeuge, und das dritte macht die ersten beiden hinfällig. Konstante Beschleunigung hat eine geschlossene Lösung, die ersten beiden Schritte sind also Algebra. Der Luftwiderstand ist nicht konstant, und ab da ist die einzige ehrliche Methode, Schritt für Schritt zu integrieren.

    1. 01Kinematik
    2. 02Schiefer Wurf
    3. 03Luftwiderstand und Wind
  • Kürzeste Zeit, kleinste WirkungL2 · 4

    Der Pfad, den ein Lichtstrahl einschlägt, dem eine gleitende Perle folgt und auf dem ein geworfener Ball fliegt, ist jener, bei dem eine kleine Abweichung in erster Ordnung keine Änderung eines Gesamtwerts hervorruft: Zeit für die ersten beiden, Wirkung für den Ball. Auf jeder Seite kannst du den Pfad verformen und zusehen, wie sich dieser Gesamtwert kaum bewegt. Zwei davon finden einen Pfad, dessen Wert stationär, aber nicht minimal ist.

    1. 01Fermatsches Prinzip
    2. 02Luftspiegelungen
    3. 03Die Brachistochrone
    4. 04Kleinste Wirkung
  • Rotation und DrehimpulsL2 · 4

    Ein rotierender Körper besitzt einen Vektor, seinen Drehimpuls, und fast alles Verblüffende an der Rotation ist die Weigerung dieses Vektors, sich zu verändern. Zieh auf einer Drehscheibe die Arme an und du drehst dich schneller. Ein Rad weicht zur Seite aus, statt umzufallen. Ein Schläger kippt um. Die Schwingungsebene eines Pendels bleibt unbewegt, während der Boden darunter rotiert.

    1. 01Drehimpuls
    2. 02Das Gyroskop
    3. 03Das Tennisschläger-Theorem
    4. 04Coriolis und Foucault
  • Wohin die Last gehtL3 · 7

    Sieben Seiten zu einer Frage: Welcher Teil eines Tragwerks nimmt die Last tatsächlich auf, und in welcher Form? Es beginnt im Inneren eines einzelnen Balkens, dessen Mitte fast nichts beiträgt, und endet bei einem Fachwerk, das mehr Stäbe als Gleichungen hat und trotzdem genau erkennen lässt, wann es versagt.

    1. 01Balkendurchbiegung
    2. 02Torsion einer Welle
    3. 03Mohrscher Kreis
    4. 04Fachwerkanalyse
    5. 05Eulersches Knicken
    6. 06Bögen und Seile
    7. 07Überzählige Stäbe

Flüssigkeiten und Gase

  • Wasser aus einem Tank: eine Geschwindigkeit, zwei WegeL2 · 2

    Zwei Werkzeuge, die auf einem einzigen Ergebnis beruhen. Wasser strömt aus einem Loch mit exakt der Geschwindigkeit, die ein Stein beim Fallen über dieselbe Distanz erreicht, und alles Weitere ergibt sich daraus, in welche Richtung diese Geschwindigkeit wirkt: seitwärts wird es zum Wurfkörper, abwärts leert sich der Tank.

    1. 01Drei Löcher in einem Tank
    2. 02Der sich leerende Tank
  • Ruhende Flüssigkeiten: vom Druckmesser zur GebirgswurzelL2 · 3

    Der Druck in einer ruhenden Flüssigkeit hängt von der Tiefe ab und von nichts anderem: weder von der Fläche noch von der Flüssigkeitsmenge oder der Gefäßform. Wende das auf die Ober- und Unterseite eines Körpers an, und du hast den Auftrieb. Für das Schwimmen gilt dann eine einzige Regel: Ein schwimmender Körper verdrängt seine eigene Masse an Flüssigkeit. Und dieser Regel ist es völlig gleich, ob der Körper ein Ruderboot auf dem Teich ist oder ein Kontinent auf dem Erdmantel.

    1. 01Druck in der Tiefe
    2. 02Archimedes und das Boot
    3. 03Gebirgswurzeln
  • Fluide in Bewegung: Was die Viskosität zurückfordertL2 · 5

    Bernoullis Rohr kennt keine Reibung. Jede folgende Seite holt nach, was zuvor ausgeklammert blieb. Entlang eines Rohrs kostet Viskosität Druck. Die Reynolds-Zahl entscheidet, ob dieser Druckverlust dem geordneten Verlauf folgt, den Poiseuille berechnete. Ein sinkendes Korn zeigt dieselbe Kennzahl bei der Wahl zwischen zwei Widerstandsgesetzen; im Bereich dazwischen, wo keine Formel mehr greift, löst die letzte Seite die Gleichungen selbst.

    1. 01Bernoulli und das Venturi-Rohr
    2. 02Gesetz von Hagen-Poiseuille
    3. 03Die Reynolds-Zahl
    4. 04Endgeschwindigkeit
    5. 05Navier–Stokes um einen Zylinder

Wellen, Licht und Quanten

  • LichtbrechungL2 · 3

    Eine Linse ist eine Grenzfläche, die jemand gekrümmt hat, und auf diesem Weg begegnet dir keine Physik, die nicht schon die erste Seite enthält. Was sich ändert, ist allein der Anspruch: eine einzige Fläche, dann eine ideale Linse, schließlich ein Stück Glas.

    1. 01Das Brechungsgesetz
    2. 02Strahlengang einer Linse
    3. 03Echte Linsen
  • Von einer Feder zur stehenden WelleL2 · 4

    Eine Rückstellkraft, konsequent zu Ende gedacht. Eine Masse an einer Feder schwingt. Eine Reihe davon gibt die Schwingung weiter. Treffen zwei davon aufeinander, entscheiden sie, ob sie sich verstärken oder auslöschen. Und eine Begrenzung an jedem Ende sortiert jede Frequenz aus, die nicht passt.

    1. 01Das Hookesche Gesetz
    2. 02Resonanz
    3. 03Interferenz
    4. 04Stehende Wellen
  • WellenoptikL2 · 4

    In der Strahlenoptik breitet sich Licht geradlinig aus und eine Kante wirft einen scharfen Schatten. Auf jeder Seite hier siehst du diese Antwort als blassen Umriss direkt neben dem Ergebnis der Wellenoptik. Das Hindernis im Weg des Lichts ändert sich dabei von Seite zu Seite: zwei Oberflächen, ein Spalt, eine kreisförmige Blende und am Ende eine undurchsichtige Scheibe, deren Schatten im Zentrum hell ist.

    1. 01Dünne Schichten
    2. 02Einzelspalt
    3. 03Die Beugungsgrenze
    4. 04Der Arago-Fleck
  • Quantenmechanik: Materie als WellenL2 · 5

    Licht kommt in Paketen an, und dieselbe Konstante h gibt dann jedem Teilchen eine Wellenlänge. Der Rest ergibt sich, wenn du diese Welle ernst nimmst: Zwingst du sie in einen Kasten, hat sie eine niedrigste Energie, die nicht null ist. Sie sickert durch Wände, die sie nicht überwinden kann. Presst du sie in einen engen Raum, fächert sie sich über viele Wellenzahlen auf. Das ist die Unschärferelation.

    1. 01Der photoelektrische Effekt
    2. 02Materiewellen
    3. 03Teilchen im Kasten
    4. 04Quantentunneln
    5. 05Unschärfe und Wellenpakete
  • Die Wärmeleitungs-, Wellen- und Laplace-GleichungL3 · 4

    Drei Gleichungen, die auf einem einzigen Operator, dem Laplace-Operator, aufbauen und sich nur darin unterscheiden, was die Zeit bewirkt. Wärme vergisst, und zwar die schärfsten Details zuerst. Eine Welle trägt eine Störung fort und auf einer Fläche hört sie nie ganz auf, anzukommen. In der Laplace-Gleichung kommt die Zeit gar nicht vor. Sie ist der Zustand, auf den die Wärme durch ihr Vergessen zusteuert: Jeder Punkt entspricht genau dem Durchschnitt seiner Nachbarn.

    1. 01Die Wärmeleitungsgleichung
    2. 02Jahreszeiten im Boden
    3. 03Die Wellengleichung
    4. 04Die Laplace-Gleichung

Elektrizität und Magnetismus

  • Was das ohmsche Gesetz ausklammertL1 · 6

    Das ohmsche Gesetz gilt, wie auf der zugehörigen Seite beschrieben, für einen einzelnen Widerstand bei konstanter Temperatur, an Gleichstrom und ohne weitere Bauteile im Stromkreis. Auf jeder folgenden Seite kommt etwas hinzu, das diese Beschreibung ausklammert: ein zweites Bauteil, die Leitung, die Batterie, ein Stromkreis, der sich nicht weiter zusammenfassen lässt, und eine veränderliche Spannung.

    1. 01Ohmsches Gesetz
    2. 02Reihen- und Parallelschaltung
    3. 03Spezifischer Widerstand
    4. 04Innenwiderstand
    5. 05Kirchhoffsche Regeln
    6. 06Wechselstrom und Effektivwert
  • Widerstand, dann ReaktanzL2 · 3

    Ein Kondensator hat keinen Widerstand und begrenzt den Strom trotzdem. Dabei legt er keine Ohmzahl fest, sondern eine Zeit. Die zweite Seite zeigt, dass eine solche Zeit zu jedem System mit einem Speicher und einem Abfluss gehört. Auf der dritten kommt ein zweiter Speicher hinzu, und aus der Zeit wird eine Frequenz.

    1. 01RC-Schaltung
    2. 02Sprungantwort
    3. 03RLC-Resonanz
  • Was kein Widerstand istL2 · 5

    Das ohmsche Gesetz beschreibt nur eine einzige Art von Bauteil. Die fünf hier speichern Energie in einer Spannung oder in einem Strom, leiten nur in eine Richtung, verstärken und verstärken hochpräzise – und jedes für sich ist unberechenbar: Die Stromverstärkung β eines Transistors schwankt schon bei baugleichen Exemplaren um das Dreifache. Erst die Schaltung um ein Bauteil herum macht es berechenbar, und jede Seite zeigt dir, wie.

    1. 01Kondensator
    2. 02Spule
    3. 03Diode
    4. 04Transistorverstärker
    5. 05Operationsverstärker
  • Woher Felder kommenL3 · 6

    Ladungen erzeugen elektrische Felder, Ströme magnetische. In Prüfungen geht es fast immer darum, welches Feld aus welcher Anordnung entsteht. Dieses Kapitel setzt die Felder zuerst aus winzigen Teilen zusammen: mit einem Integral und Symmetrien, die fast alles wegkürzen. Danach nutzt du die Abkürzungen, die dir dieselbe Symmetrie schenkt: das gaußsche Gesetz für Ladungen sowie das Biot-Savart- und das ampèresche Gesetz für Ströme – bis zu dem Punkt, an dem Ampère Maxwells Korrektur braucht.

    1. 01Punktladungen
    2. 02Stäbe, Ringe und Scheiben
    3. 03Gaußsches Gesetz
    4. 04Kraft auf bewegte Ladung
    5. 05Biot-Savart-Gesetz
    6. 06Ampèresches Gesetz

Astronomie & Weltraum44

  • Wie weit ist es entfernt?L2 · 4

    Über einen Stern lässt sich allein aus seiner Helligkeit nichts ableiten, bis du weißt, wie weit er entfernt ist. In dieser Reihenfolge bauen diese vier aufeinander auf, und denselben Weg nahm auch die Astronomie: Jede Stufe wird an der darunterliegenden gemessen, vom Dreieck eines Landvermessers bis ganz an den Rand des beobachtbaren Universums.

    1. 01Parallaxenentfernung
    2. 02Sonnenleuchtkraft
    3. 03Sternhelligkeit
    4. 04Die Entfernungsleiter
  • Umlaufbahnen aus zwei ZahlenL3 · 5

    Eine Umlaufbahn ist durch ihre Größe und Form festgelegt, und fast alles andere ergibt sich daraus. Diese fünf Werkzeuge führen dich von der Ellipse zum Treibstoff: wo sich ein Raumfahrzeug befindet, wie schnell es sich dort bewegt, wie lange die Reise dauert, welche Route am günstigsten ist und was das an Treibstoff kostet.

    1. 01Keplerbahnen
    2. 02Vis-viva-Gleichung
    3. 03Umlaufzeit
    4. 04Hohmann-Transfer
    5. 05Raketengrundgleichung

Informatik69

Rechner und Algorithmen

  • Wie ein Computer ein Programm ausführtL1 · 6

    Vom Logikgatter zum laufenden Programm. Mit NAND-Gattern lässt sich jede logische Schaltung bauen. Ein Addierwerk aus Gattern kann auch subtrahieren. Im Little Man Computer steht dieses Addierwerk neben hundert Postfächern: Das Programm liegt im selben Speicher wie seine Zahlen. Die Maschine führt aus, was an der Adresse steht, auf die der Programmzähler zeigt.

    1. 01Logikgatter
    2. 02Binäre Arithmetik
    3. 03Der Little Man Computer
    4. 04Speicher und Bytes
    5. 05Der Aufrufstapel
    6. 06Cache-Lokalität
  • Was eine Datenstruktur mit wenig Aufwand leistetL2 · 4

    Jede dieser Strukturen beantwortet eine bestimmte Frage schnell und nimmt dafür an anderer Stelle Nachteile in Kauf. Ein Bloom-Filter speichert keinen einzigen Schlüssel und kann trotzdem sicher ausschließen, dass ein Element enthalten ist; ein Trie ermöglicht Präfixsuchen, die eine Hashtabelle nicht bietet; ein Heap kennt stets seinen kleinsten Schlüssel, aber sonst nur wenig. Auf der letzten Seite geht es darum, welche Seite aus dem Speicher entfernt werden soll. Für die beste Entscheidung müsste man die Zukunft kennen.

    1. 01Bloom-Filter
    2. 02Trie
    3. 03Binärer Heap
    4. 04Seitenersetzung
  • Arbeit zählen, nicht SekundenL3 · 4

    Eine Stoppuhr misst deinen Laptop. Das Zählen von Rechenschritten misst den Algorithmus. Zwei Werkzeuge, die auf dieser einen Gewohnheit aufbauen.

    1. 01Big-O-Wachstum
    2. 02Sortieralgorithmen-Wettrennen
    3. 03Rekursionsbaum-Explorer
    4. 04Wegfindung
  • Warum ein Algorithmus korrekt istL3 · 4

    Dass ein Algorithmus korrekt ist, hat einen klaren Grund, den du benennen kannst. Ist er falsch, deckt schon ein kleiner Test die Ursache auf. Jede Seite stellt einer korrekten Version eine plausibel wirkende, aber fehlerhafte gegenüber: Vierzehn der sechzehn Wege, eine binäre Suche zu schreiben, schlagen fehl. Der Greedy-Algorithmus beim Geldwechseln scheitert an alten britischen Münzen, funktioniert bei US-Cents aber ausnahmslos. Kruskal und Prim liefern aus einem ganz bestimmten Grund das gleiche Ergebnis. Und ein Code, der ein einziges gekipptes Bit repariert, macht bei zwei gekippten Bits alles nur noch schlimmer.

    1. 01Binäre Suche
    2. 02Wechselgeld
    3. 03Minimaler Spannbaum
    4. 04Hamming-Code

Sicherheit

  • Wie Chiffren gebrochen werdenL1 · 5

    Jede Chiffre hier verbirgt die Buchstaben, lässt dafür aber etwas anderes durchscheinen. Eine Substitution verrät die Häufigkeiten der Buchstaben. Ein Schlüsselwort ordnet sie in Spalten an. Und wird ein One-Time-Pad zweimal verwendet, treten die Leerzeichen hervor. Erst ein Zufallsschlüssel, der genauso lang ist wie die Nachricht selbst, gibt überhaupt nichts mehr preis. Dann aber beginnt die eigentliche Kunst: Wie gelangt dieser Schlüssel zur Gegenseite? Genau das zeigen die beiden letzten Seiten vor aller Augen.

    1. 01Substitutionschiffre
    2. 02Vigenère-Chiffre
    3. 03One-Time-Pad
    4. 04Diffie–Hellman
    5. 05RSA
  • Einen Stream schützen: Ein Gerät widerrufen, dann herausfinden, welchesL3 · 2

    Zwei Hälften desselben Problems, genau in der Reihenfolge, in der ein Studio damit konfrontiert wird. Zuerst: Ein Schlüssel wurde geleakt, und die Lizenz muss für alle anderen weiterhin funktionieren. Das erfordert überraschenderweise einen Header, der gar nicht mit der Größe des Systems wächst. Dann die schwierigere Hälfte: herauszufinden, wessen Schlüssel das war. Und zwar anhand einer Kopie, die mehrere Abonnenten gezielt gemeinsam erstellt haben, damit sie genau niemanden verrät.

    1. 01Gerätewiderruf
    2. 02Forensische Wasserzeichen

Signale und Information

Biologie & Chemie57

  • Uhren im GesteinL2 · 3

    Eine Exponentialfunktion, drei Lesarten. Vorwärts zeigt sie dir, wie viel noch übrig ist. Rückwärts verrät sie dir, wie alt etwas ist. Und wendest du sie auf DNA statt auf Atomkerne an, braucht sie einen Stein zur Eichung.

    1. 01Radioaktiver Zerfall
    2. 02Radiometrische Datierung
    3. 03Molekulare Uhr
  • Geometrie auf einer gekrümmten FlächeL2 · 4

    Auf einer gekrümmten Fläche gelten die auf dem Papier bewiesenen Regeln nicht mehr, und das Ausmaß ihrer Abweichung misst die Krümmung von innen heraus. Ein gerader Weg ändert seinen Kompasskurs, ein ohne Drehung mitgeführter Pfeil kommt gedreht zurück, ein Kreis erhält die falsche Länge und in der hyperbolischen Ebene kann kein Dreieck mehr als π fassen.

    1. 01Großkreise
    2. 02Parallelverschiebung
    3. 03Theorema egregium
    4. 04Die hyperbolische Ebene
  • Warum eine Reaktion abläuftL2 · 4

    Die von einer Reaktion abgegebene Wärme entscheidet nicht über ihren Ablauf; Eis schmilzt, indem es Wärme aufnimmt. Diese vier Seiten entwickeln die Bilanzierung, die genau das entscheidet: die Enthalpie, die sich wie Gleichungen addieren lässt; die Standard-Gibbs-Energie, die eine Gleichgewichtskonstante in anderen Einheiten ist; den Unterschied zwischen der Verschiebung von K und der von Q; und eine Batterie, die diese Differenz als Spannung ausliest.

    1. 01Der Satz von Hess
    2. 02Gibbs-Energie
    3. 03Das Prinzip von Le Chatelier
    4. 04Die Nernst-Gleichung
  • Gemische und LösungenL2 · 5

    Ein Gas in einem Gemisch wirkt mit seinem eigenen Partialdruck, der beim Tauchen das Tiefenlimit vorgibt. Eine Flüssigkeit siedet dort, wo ihr Dampfdruck den Druck über ihr erreicht. Zwei Flüssigkeiten, die sich schlecht mischen, bringen eine Destille bei einem Massenanteil von etwa 95,6 % Ethanol zum Stillstand, gelöste Teilchen geben einem Kelvin Gefrierpunktserniedrigung den Wert von dreizehn Bar osmotischem Druck, und ein Salz löst sich nur so weit, bis seine Ionen ein festes Produkt erreichen.

    1. 01Partialdruck
    2. 02Dampfdruck und Sieden
    3. 03Fraktionierte Destillation
    4. 04Kolligative Eigenschaften
    5. 05Löslichkeitsprodukt
  • Begrenztes WachstumL2 · 4

    Jede Population hier wird von irgendetwas ausgebremst, und dieses Hindernis wird mit jedem Schritt unerbittlicher: Zuerst die Überbevölkerung, die sie selbst verursacht. Dann eine feste Fangquote, die einfach abgeschöpft wird. Danach ein Fressfeind, der selbst eine eigene Population darstellt. Und ganz am Schluss gehen schlicht die Menschen aus, die noch infiziert werden können.

    1. 01Logistisches Wachstum
    2. 02Befischung
    3. 03Räuber und Beute
    4. 04Epidemien
  • Wie eine Wettervorhersage entstehtL3 · 3

    Eine Vorhersage beruht auf einem Modell, das aus einem Anfangszustand in die Zukunft gerechnet wird, den niemand exakt kennt. Deshalb lassen Meteorologen es viele Male laufen und nutzen die Abweichungen, um zu beurteilen, wie verlässlich die Prognose ist. Die zweite Seite öffnet das Modell und entdeckt eine Fehlerquelle, die nichts mit Chaos zu tun hat. Die dritte Seite geht zurück zu den Lorenz-Gleichungen von 1963, bei denen sich die genaue Position der Bahn bald verliert, die gezeichnete Form jedoch niemals.

    1. 01Ensemble-Vorhersage
    2. 02Wetter auf einem Gitter
    3. 03Der Lorenz-Attraktor
  • Rechnen mit MolekülenL4 · 5

    Fünf Werkzeuge für ein einziges Argument: DNA ist ein echtes Speichermedium und ein echter Computer, und beide stoßen an Grenzen, die du berechnen kannst, statt nur zu raten. Jeder Schritt übergibt dem nächsten eine bestimmte Zahl.

    1. 01DNA-Datenspeicher
    2. 02Maßstab des DNA-Rechnens
    3. 03Levinthals Paradox
    4. 04Strangverdrängungs-Gatter
    5. 05Energie pro Operation